Der Tourismus im Landkreis Calw bringt auch im Jahr 2018 mehrGäste und Übernachtungen  

1.379 Millionen Übernachtungen zählten die Übernachtungsbetriebe der Region mit mehr als neun Betten im Jahr 2018.

Der Tourismus ist für den Landkreis Calw ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Mit 1.379.113 Übernachtungen und 445.259 Gästeankünften in den Beherbergungsbetrieben der Region lagen diese touristischen Kennziffern 2018 mit 3,1 Prozent bei den Gästeankünften und 3,7 Prozent bei den Übernachtungen im Plus gegenüber den Vorjahresergebnissen in 2017. Erfreulich sind auch die wiederum gestiegenen Zahlen der ausländischen Gäste, die den Landkreis Calw und damit die Tourismusregion Nördlicher Schwarzwald besucht haben. Insgesamt konnten im Jahresverlauf 2018 54.304 Ankünfte (+12,1 Prozent | 2017: 48.449) und 184.381 Übernachtungen (+14,9 Prozent | 2017: 160.533) ausländischer Gäste gezählt werden. Grundlage für diese Auswertungen des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg sind die Übernachtungen und Gästeankünfte in gewerblichen Übernachtungsbetrieben mit mehr als neun Betten. Das waren 2018 im Jahresmittel 198 gewerbliche Betriebe, die 13.060 Schlafgelegenheiten zur Verfügung stellten. Übernachtungen bei den zahlreichen Privatvermietern und Ferienwohnungen, aber auch kleineren Pensionen und Gasthäusern mit weniger als neun Betten finden keinen Eingang in diese offizielle Statistik. Die tatsächliche Übernachtungszahl der Gäste im Landkreis Calw dürfte demnach um ein beachtliches Maß höher sein.

„Wir freuen uns sehr über diese positiven Entwicklungen der Übernachtungs- und Gästezahlen im Landkreis Calw. Und selbstverständlich blicken wir damit optimistisch auf die anstehende Tourismussaison, aber wir sehen dies auch als Ansporn für unsere Arbeit, den Tourismusstandort Landkreis Calw weiter zu entwickeln“, zeigt sich Landrat Helmut Riegger selbstbewusst. Seit 2011 zeichne sich eine kontinuierliche und positive Entwicklung der Tourismuszahlen ab. 2018 sind diese mit 1.379 Millionen Übernachtungen so hoch wie seit zwölf Jahren nicht mehr. Insbesondere die jährlich steigende Zahl an Gästeankünften zeige, dass der freie Tourismus eine wesentliche Rolle in der Region spiele. Insgesamt sei der Tourismus in Baden-Württemberg und im Schwarzwald sehr gut aufgestellt und schreibe seit Jahren Zuwächse in die Statistiken. Wichtig sei, dass sich das Profil der Tourismusregion Nördlicher Schwarzwald mit seinen Städten und Gemeinden im Landkreis Calw, aber vor allem mit den touristischen Leistungsträgern und Akteuren inhaltlich und qualitativ den Bedürfnissen der Gäste anpasse, um im Wettbewerb der Destinationen zu bestehen.

Die meisten Gäste, die in den Statistiken erfasst sind, kamen aus Deutschland. Nach Auskunft der Beherbergungsbetriebe und der Tourismusgemeinden seien es insbesondere Gäste aus Baden-Württemberg, den angrenzenden Regionen Rhein-Main- und Rhein-Neckar-Raum, aber auch aus Rheinland-Pfalz, dem Saarland und dem Ruhrgebiet, die in die Region Nördlicher Schwarzwald kommen. Hinzu kommen immer mehr ausländische Gäste, die das touristische Angebot im Landkreis Calw entdecken. So wurden 2018 in den Beherbergungsbetrieben 54.304 Gästeankünfte aus dem Ausland und 184.381 Übernachtungen gezählt. Damit sind im Jahr 2018 13,4 Prozent aller Übernachtungen im Landkreis Calw auf ausländische Gäste entfallen, 2004 waren es lediglich 6,5 Prozent.
Die wichtigsten touristischen Quellmärkte für Auslandsgäste stellten auch 2018 die Niederlande, die Schweiz und Frankreich dar. Aber auch Gäste aus Luxemburg, Belgien, dem Vereinigten Königreich, den USA und Asien konnten in der Region begrüßt werden.

„Der ausländische Gast ist für uns und unsere Betriebe ein Wachstumsmotor. Mit unserem touristischen Profil, dem Schwarzwald, Naturerlebnissen, regionaler Kulinarik und gutem Essen, Wellness und Gesundheit erfüllen wir ganz wichtige Reisebedürfnisse. Kombiniert mit Kulturveranstaltungen und einem sehr guten Angebot im Gastgewerbe, sind unsere touristischen Produkte auch wichtige Standortfaktoren für die Bevölkerung und die Wirtschaft in der Region“, ist sich Riegger sicher. „In den letzten Jahren wurde durch private und öffentliche Akteure viel in die touristische Infrastruktur in der Region investiert. Infrastruktur, wie zum Beispiel zertifizierte Wanderwege und Beschilderungen durch die Kommunen im Landkreis oder private Investitionen wie in die Hängebrücke WildLine auf dem Sommerberg, bringen unseren Landkreis nachhaltig voran. Und am Ende muss dann auch das Erlebnis vor Ort stimmen bei unseren Gastgebern, Gastronomen und in unseren Tourist-Informationen“, weiß Riegger. So seien neue Hotels oder Hotels mit neuen Zimmern, neue Wellnessanlagen genauso wichtig wie moderne und attraktive Ferienwohnungen oder gut aufgestellte Campingplätze. „Im Landkreis Calw sind mehr als 2.200 Beschäftigte im Gastgewerbe tätig. Hinzu kommen noch die
Mitarbeiter der touristischen Institutionen, des Gesundheitswesens und einzelner Dienstleistungsbereiche, die für den Tourismus relevant sind. Alle diese Akteure leisten täglich einen wichtigen Beitrag für den Wirtschaftsfaktor Tourismus und präsentieren unsere Region gegenüber dem Gast. Und dieser Einsatz zahlt zu 100 Prozent auf den Standort Landkreis Calw ein“, verdeutlicht Riegger seinen Einsatz für den Tourismus und verweist darauf, dass die positive Tourismusentwicklung eben denjenigen zu verdanken sei, die professionell und zielstrebig ihre Leistungen erbringen und sich um jeden einzelnen Gast bemühen. Der stünde ja schließlich im
Mittelpunkt aller Bemühungen.

Über den Jahresverlauf hinweg waren die Monate Juli und August mit 146.144 und 154.152 Übernachtungen die übernachtungsstärksten Monat im Landkreis Calw. Aber auch die Monate Mai, Juni, September und Oktober zählten jeweils über
120.000 Übernachtungen. Erfreulich ist auch, dass sich die Gäste- und Übernachtungszahlen im ersten Quartal des Jahres (Januar bis März) und in den Monaten November und Dezember im Vergleich zu den Vorjahren positiv weiterentwickelten.

Mit circa 651.000 Übernachtungen entfallen etwa 47 Prozent der Übernachtungen im Landkreis Calw auf Hotels, Hotel garnis, Gasthöfe und Pensionen. Der Anteil von Übernachtungen, die in Vorsorge- und Rehabilitationskliniken gezählt wurden entspricht mit circa 306.000 Übernachtungen einem Anteil von 22,2 Prozent. Auf die Campingplätze der Region entfielen mit circa 124.000 Übernachtungen immerhin noch Anteile von neun Prozent an den Gesamtübernachtungen.

Alle genannten Zahlen beziehen sich auf die Erhebungen (und vorläufigen Ergebnisse) des statistischen Landesamtes Baden-Württemberg – Stand: 28. Februar 2019.